Eisschnellauf

Die Eisschnelllaufwettkämpfe werden vom 12. bis 16. Januar 2020 in St. Moritz ausgetragen.

Die Wettkämpfe

Haben Sie das gewusst?

Zunächst ein reines Mittel der Fortbewegung auf zugefrorenen Seen oder Wasserläufen, wird der Eisschnelllauf 1924 im Programm der Olympischen Winterspiele aufgenommen.

Die Pionierzeit
Vermutlich sind die Holländer die Pioniere des Eislaufes. Ab dem 13. Jahrhundert beginnen sie, die gefrorenen Kanäle zu nutzen, um von einem Dorf zum anderen zu gelangen. Der Eislauf überkehrt schliesslich den Ärmelkanal und erreicht England, wo Vereine und künstliche Eislaufbahnen entstehen. Die englischen Könige, Marie-Antoinette, Napoleon III und Goethe gehören zu den ersten Eislaufbegeisterten!

Die ersten Wettkämpfe
Der erste aufgezeichnete Eislaufwettkampf findet 1676 in Holland statt. Erst 1863 wird jedoch der erste offizielle Eisschnelllaufwettkampf in Oslo (Norwegen) ausgetragen. 1889 organisieren die Holländer die ersten Weltmeisterschaften, an der Mannschaften aus Holland, Russland, Amerika und England teilnehmen.

Olympische Geschichte
1924 in Charmonix ist der Eisschnelllauf das erste Mal Teil der Olympischen Winterspiele. Anfangs werden nur Männer zugelassen. 1932 in Lake Placid dürfen dann auch Frauen an Eisschnelllaufwettkämpfen teilnehmen, die jedoch zunächst nur Demonstrationswettkämpfe sind. Erst 1960 in Squaw Valley werden die Wettkämpfe der Frauen in das offizielle olympische Programm aufgenommen.

Die Wettkämpfe folgten fast immer den europäischen Regeln, die 2er-Wettläufe vorsehen. Auf den Olympischen Spielen im Jahre 1932 organisieren die Amerikaner Wettkämpfe nach ihren Regeln, sprich mit einem Gruppenstart. Dies hatte zur Folge, dass zahlreiche europäische Konkurrenten die Spiele boykottierten und die Amerikaner alle vier Goldmedaillen gewannen. Dieses System führt schliesslich zur Entstehung des Short Tracks (Eisschnelllaufes über Kurzstrecke), der 1992 Olympische Disziplin wird.