Wir wollen möglichst viele Kids begeistern

Wie werden Sie den Einfluss maximieren, den die Organisation der YOG in der Schweiz auf die Entwicklung des Ski Freestyle in unserem Land haben könnte?
Christoph Perreten (CP), Chef Ski Freestyle, Swiss-Ski :
Unser Ziel ist, die durch die YOG erlangte erhöhte Aufmerksamkeit zu nutzen, um den Ski Freestyle nachhaltig zu fördern. Im Zentrum stehen dabei unsere Aktivitäten im Bereich der Nachwuchsförderung mit den Event-Serien. So führen wir bereits seit mehreren Jahren erfolgreich Skicross-Veranstaltungen in Villars – im Rahmen der Audi Skicross Tour – und seit der Saison 2017/18 Freeski-Events – im Rahmen der Swiss Freeski Tour – in Leysin durch. Wir wollen damit möglichst viele Kids für die Ski-Freestyle-Sportarten begeistern.
Unsere Konzepte im Bereich Freeski und Skicross basieren auf den drei Keywords desire, participation und breakthrough. Über Animationsprogramme wie die Audi Shred Days (Freeski und Freestyle Snowboard) oder die Skicross Kids Tour wecken wir das Interesse und fördern den Einstieg in diese Sportarten (-> desire). Anlässlich der nationalen Eventserien können Nachwuchsfahrer aus der ganzen Schweiz teilnehmen und sich für die Swiss-Ski-Kader und für YOG-Startplätze empfehlen (-> participation). Wie unsere Erfahrungen aus früheren YOG-Anlässen zeigen, bilden die YOG eine wichtige Plattform auf dem Weg zum internationalen Topathleten (-> breakthrough). All diese Massnahmen sind nur möglich in Zusammenarbeit und dank der Unterstützung von starken regionalen und lokalen Partnern wie Ski Romand und die Skigebiete Villars und Leysin.

Was wird konkret in den Waadtländer Alpen getan, um die Zukunft des Ski Freestyle nachhaltig zu prägen?
CP
: Mit den durch die YOG gewonnene regionale und lokale Veranstalterkompetenz hat die Region das Potenzial zur Durchführung von wiederkehrenden Events auf lokaler bis internationaler Ebene.

Mit der im Rahmen der YOG ausgebauten Infrastruktur in den Skigebieten positioniert sich die Region Alpes Vaudoises nachhaltig als Trainings- und Event-Resort in der Ski-Freestyle- und Snowboardszene. Weiter wäre die Realisation des Projektes Big-Air Landing-Bag (Informationsveranstaltung findet am 29. November in Leysin statt) ein Meilenstein im Bereich ganzjähriger Trainingsinfrastruktur für die Freeski- und Freestyle-Snowboard-Sportarten.

Die Region Leysin und Villars verfügt über ein grosses Einzugsgebiet rund um das Genferseebecken und verfügt damit über ein grosses Potenzial für die lokalen und regionalen Förderstrukturen. Aktuelle Westschweizer Topathletinnen wie Fanny Smith, Mathilde Gremaud und Sarah Höfflin sind Vorbilder für unsere nächste Generation in den Ski-Freestyle-Sportarten.

Wie wichtig können die Olympischen Jugend-Winterspiele Ihrer Ansicht nach für den Weg eines jungen Sportlers zur Weltspitze sein?
CP
: Nachwuchsathleten können anlässlich der YOG wertvolle Erfahrungen für ihre Karriere und künftige Grossanlässe sammeln. So hat zum Beispiel Mathilde Gremaud 2016 in Lillehammer erste olympische Schritte auf dem Weg zum Gewinn ihrer Olympiamedaille in Pyeongchang gemacht. Durch die YOG im eigenen Land haben wir zusätzlich die Chance, Kinder für unsere Sportarten zu begeistern und ihnen den Einstieg in den Schneesport zu ermöglichen.

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