„Big Air“-Snowboard-Wettkampf bringt Nervenkitzel pur

Trotz vorangehender Verletzung gelang es der deutschen Athletin Annika Morgan ihre Schmerzen zu überwinden und die Silbermedaille des „Big Air“-Snowboard-Wettkampfs in Lausanne 2020 zu gewinnen.

Nach einem gebrochenen Steißbein beim letzten Snowboard-Weltcup befürchtete sie das Schlimmste für ihre Teilnahme bei den Olympischen Jugend-Winterspielen Lausanne 2020.

„Ich bin sehr glücklich, dass ich Zweite geworden bin, denn ich hätte nicht gedacht, dass ich heute überhaupt antrete“, so Morgan. „Ich hab‘s wirklich vermasselt und landete direkt auf meinem Po.“

„Ich habe den Slopestyle hier ausgelassen, weil ich wegen der starken Schmerzen nicht antreten konnte. Ich wollte mich nicht noch mehr verletzen. Jetzt habe ich mich an die Prellungen und Beulen gewöhnt.“

Asanuma Hinari (JPN) on her way to the gold medal | Ben Queenborough for OISphotos.com

Asanuma Hinari (JPN) führte mit 12 Punkten und sicherte sich dadurch Gold, für Melissa Peperkamp (NED) gab‘s Bronze.

Für die Goldmedaillen-Gewinnerin Asanuma, war ihr Erfolg der Höhepunkt erfreulicher Olympischer Jugend-Winterspiele.

„Ich bin sehr froh über meine Goldmedaille. Ich habe heute mein Bestes gegeben“, freute sich Asanuma. „Die Anstrengungen haben sich ausgezahlt. Die Olympischen Jugend-Winterspiele haben viel Spaß gemacht und bin glücklich, diese Erfahrung gemacht zu haben.“

Japan hatte sogar noch weitere Erfolge beim „Big Air“-Snowboard-Wettkampf der Herren: Kimata Ryoma holte sich mit einer beeindruckenden Leistung von 195 Punkten die Goldmedaille. Sein Teamkollege Kawakami Aoto bekam Silber.

„Die Gold-Medaille zu gewinnen, war das beste Gefühl überhaupt“, sagte Kimata. „Das Geheimnis unseres Erfolgs ist, dass wir eine Übungsvorrichtung mit einer Matte haben, so können wir auch im Sommer trainieren.”

Bronze ging an den Kanadier Liam Brearley, seine dritte Medaille bei den Olympischen Jugend-Winterspielen. Der 16-Jährige gewann bereits Bronze beim Halfpipe der Herren und Silber beim Slopestyle der Herren.

„Es bedeutet mir eine Menge“, so Brearley. „Ich bin super stolz auf mich. Es war so wichtig, dass auch meine Freunde und meine Familie dabei waren.“

„Sie werden ziemlich nervös, wenn sie mir zusehen. Es kann richtig gefährlich werden, wenn wir unsere Triples machen, aber sie setzten sich darüber hinweg, weil sie es lieben, mir zuzusehen.“

Morgan erwartet ihr nächstes Abenteuer in Aspen bei den X Games. Sie bemüht sich, möglichst entspannt zu reisen.

„Ich versuche, Erste Klasse oder Businessklasse zu reisen“, verrät sie. „Dann kann ich mich hinlegen. Ich habe bereits Premium Economy bekommen, das ist also gut.“

Vom Olympic Information Service

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