Baff gewinnt die erste australische Goldmedaille bei den Olympischen Jugend-Winterspielen um Haaresbreite

Die Entscheidung über die erste Goldmedaille Australiens bei den Olympischen Jugend-Winterspielen hätte am Montag im Villars Winter Park nicht dramatischer sein können: Josie Baff (AUS) gewann das Snowboard-Cross-Finale mit nur 0,05 Sekunden.

Baff setzte sich erfolgreich gegen Margaux Herpin (FRA) durch und holte so bei den Olympischen Jugend-Winterspielen Lausanne 2020 die erste Medaille für Australien. Anouk Doerig (SUI) erzielte Bronze.

„Ich bin aufgeregt, ich bin geschockt, ich bin überwältigt“, sagte Baff. „Die Bedingungen waren perfekt. Alle haben ein phantastisches Rennen hingelegt. Jedes einzelne Rennen war unglaublich knapp. Irgendwas hat am Ende den Ausschlag gegeben, dass ich gewonnen habe. Ich erinnere mich nicht mehr genau an das Rennen. Meine Eltern sind in Tränen ausgebrochen und ich auch. Alle zuhause werden so glücklich sein.“

Bei der Herrenveranstaltung war es für die Schweiz, die bisher mit nur einer Ausnahme an jedem Wettkampftag in Villars Gold erzielt hat, gewohntes Spiel. Valerio Jud (SUI) setzte sich in einem weiteren knappen Wettbewerb durch.

„Ich bin wirklich glücklich“, sagte er. „Das Rennen war ein bisschen grob, aber das Ende war gut. Es war sehr schön, vom Publikum angefeuert zu werden.“

Niels Conradt (GER) erzielte Silber und Alvaro Romero (ESP) Bronze.

Olympic Channel Video: snowboard-cross-sport-explainer-lausanne-2020

Während die Gewinner sehr erfahrene Snowboarder sind, waren die chinesischen Frauen etwas weiter unten im Feld eine faszinierende Ausnahme.

Weder Chai Xin (CHN) noch Nimayongqing (CHN) haben vor Juni 2018 jemals auf einem Snowboard gestanden. Und jetzt sind sie Vollzeit-Athleten, darauf hoffend, bei den Olympischen Winterspielen in Beijing 2020 ganz vorne dabei zu sein.

Chai Xin (CHN, red bib) in action | Ben Queenborough for OISphotos.com
Chai Xin (CHN, red bib) in action | Ben Queenborough for OISphotos.com

China möchte gerne mehr Athleten für das Elite-Snowboarden gewinnen und investiert daher in den Sport.

„Sie haben eine Menge Energie in das Projekt gesteckt“, sagte Li Zhongyi (CHN), Kopf des chinesischen Snowboard-Teams. „Sie suchten nach Mädchen, die gute Athletinnen waren. Chai war exzellent im Kung Fu. Sie war nie zuvor auf einer Piste.“

„Sie machen sehr schnelle Fortschritte. Sie haben zwar nicht die jahrelange Boarding-Erfahrung wie die europäischen Athletinnen, aber sie trainieren jeden Tag viele Stunden.

Vom Olympic Information Service

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