US-Skeleton-Star McGuire bei Lausanne 2020 auf den Spuren seiner Schwester

Vier Jahre, nachdem seine Schwester Kalyn bei den Olympischen Jugend-Winterspielen in Lillehammer 2016 im Skeleton dabei war, wird James McGuire (USA) in Lausanne 2020 in ihre Fusstapfen treten und sogar mit demselben Schlitten fahren.

McGuire begann als Junior im Bob, wechselte aber mit 13 Jahren zum Skeleton, nachdem seine Schwester den Sport aufgenommen hatte. Er hat es nicht bereut und gehört zu den besten Skeleton-Athleten seiner Altersgruppe in dieser Saison.

Der 16jährige führt derzeit die Rangliste der International Bobsleigh & Skeleton Federation im Jugendskeleton der Männer an. Im November 2019 gewann er zweimal auf seiner Heimstrecke in Lake Placid, eine Leistung, die er auch in St. Moritz erreichen möchte.

James McGuire trains in Lausanne | Thomas Lovelock for OISphotos.com

Und wenn er am Montag bei den Herren antritt, wird er einen Schlitten haben, der schon Olympia-Erfahrung hat.

"Ich fahre Rennen mit demselben Schlitten, den meine Schwester in Lillehammer benutzt hat", sagte McGuire. "Wir sind nur zum Hersteller gegangen, um einige Sachen anzupassen.”

In den Schlitten ist ein lateinischer Satz eingraviert, der bedeutet, dass das Glück den Mutigen begünstigt.

"Man muss sowieso ein bisschen verrückt sein, um im Skeleton zu bestehen", sagte McGuire.

Kalyn McGuire in action at Lillehammer 2016 | Al Tielemans for OISphotos.com

Kalyn, die in Lillehammer den 16. Platz belegte, war nicht die einzige Athletin, die McGuire inspirierte. Seine Mutter Kimberly ist die Sportkoordinatorin der US-amerikanischen Mannschaft und er wird von Lauri Bausch trainiert, die auch Kalyn trainiert hat.

"Seine Schwester ist etwas extrovertierter, und James war schon immer ein eher ruhiger Typ", sagte Bausch. "Kalyn machte Skeleton zuerst und er konnte sie beobachten und dann ihren Schritten folgen, anstatt sich alles allein ohne Hilfe aneignen zu müssen."

Bausch drängt McGuire, ruhig und kontrolliert auf der Strecke zu bleiben.

"Ich hoffe, er versucht nicht, am Renntag perfekt zu sein und sich dadurch zu verlangsamen", sagte sie. „In diesem Sport geht es nicht nur darum, wer die besten Linien fahren kann, sondern auch darum, wer am schnellsten ist. Wenn er es einfach hält, denke ich, wird er mit dem Ergebnis seines Rennens ziemlich zufrieden sein."

Vom Olympic Information Service

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