Lausanne 2020 rückt die olympische Jugend ins Rampenlicht

Lausanne, 23. Januar 2020 -  Im Anschluss an die Abschlusszeremonie der Spiele ein Rückblick auf einige bedeutende Zahlen dieser 3. Ausgabe der Olympischen Jugend-Winterspiele.

Insgesamt nahmen 1872 junge Sportler im Alter von 15 bis 18 Jahren aus 79 Ländern an 81 Veranstaltungen in 8 Sportarten und 16 Disziplinen an 8 Wettkampfstätten in den Kantonen Waadt (Lausanne, La Vallée de Joux, Leysin, Les Diablerets, Villars), Wallis (Champéry), Graubünden (St. Moritz) und im benachbarten Frankreich (Les Rousses, Stade des Tuffes) teil. Zum ersten Mal bei einem olympischen Winterwettbewerb wurde die Geschlechterparität erreicht.

Insgesamt kamen mehr als 640 000 Besucher zu den Winterspielen, den Wettkämpfen oder den Festivals «en Jeux!», darunter 80 000 Schüler. Die Sportwettkämpfe an den 8 Wettkampfstätten zogen mehr als 350 000 Besucher an. Einige Hallenwettkämpfe, darunter Eiskunstlauf und Shorttrack in der Lausanne Skating Arena (Malley 2.0), waren bereits mehrere Tage im Voraus ausverkauft. In der Waadtländer Arena, dem Austragungsort der Eishockeywettbewerbe, waren mehrere Spiele ausverkauft (8000 Zuschauer). Das sind Zahlen, die bei Juniorenwettbewerben (unter 16 Jahre) selten erreicht werden. An einigen Austragungsorten strömten an den Wochenenden bis zu 10 000 Zuschauer zu den Wettkampfstätten.

OIS/IOC

Am Rande der Wettbewerbe verzeichneten die Festivals «en Jeux!» an allen Stätten ebenfalls einen grossen Erfolg. In Lausanne zum Beispiel kamen mehr als 200 000 Besucher zu den Shows oder nahmen an den Einführungen «Lausanne en Jeux!» teil. Die Medaillenzeremonien auf der Place des Médailles im Viertel Le Flon wurden jeden Abend von durchschnittlich 2000 Zuschauern besucht.

Bis zu 80 % aller bei den Spielen anwesenden Delegationsvertreter nutzten das zum ersten Mal für die Spiele eingerichtete öffentliche Verkehrssystem. Ein grossartiges Ergebnis für eine Premiere, die zeigt, dass ein solches System machbar ist. Lausanne 2020 dankt allen Partnern dieser Aktion - tl, SBB, tpc, Travys und NStCM - für ihr Engagement und ihre Entschlossenheit, diese zum Erfolg zu führen.

Während der Spiele beförderten die öffentlichen Verkehrsmittel der Region Lausanne (tl) mehr als eine Million Fahrgäste in der Metro m2, das sind 30 % mehr als im Vorjahr im gleichen Zeitraum. An den beiden Sonntagen der Spiele verzeichneten die tl 60 % mehr Fahrgäste im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2019.

Auch das Sonderangebot des Mobilis-Netzwerks mit vergünstigten Tageskarten zum Erreichen der Wettkampfstätten war mit 3500 verkauften Tickets an Nicht-Abonnenten ein grosser Erfolg. Diese Verkäufe konzentrierten sich auf die beiden Wochenenden der Spiele.

Diejenigen, die nicht vor Ort anwesend waren, verfolgten die Ereignisse zahlreich aus der Ferne

In der Schweiz war die Eröffnungsfeier ein grosser Erfolg und wurde auf allen drei nationalen Programmen live übertragen. In der Romandie (RTS) erreichte die Eröffnungsfeier bei der Live-Übertragung am 9. Januar einen Marktanteil von rund 25 % (dreimal so hoch wie der übliche Marktanteil). Doch die Begeisterung war nicht nur lokal, sondern auch international mit mehr als 1000 akkreditierten Medien aus 39 Ländern und 4 Kontinenten. Die täglichen Zusammenfassungen aller Wettkämpfe wurden in 191 Ländern der Welt übernommen - im Vergleich zu 89 in Lillehammer im Jahr 2016. Mehr als 165 Stunden Live-Berichterstattung wurden vom Olympic Broadcasting Service (OBS) produziert.

Doch nicht nur die traditionellen Medien waren präsent, die digitalen Plattformen brachen während der Jugendspiele ebenfalls Rekorde. Im Durchschnitt besuchten täglich 220 000 einzelne Nutzer die Websites der olympischen Plattformen (Lausanne2020.sport, Olympic.org und Olympicchannel.com), dreimal mehr als bei den Jugendspielen 2016 in Lillehammer. Die sozialen Netzwerke haben rund 456 000 neue Fans auf allen Plattformen angezogen. Die offizielle App wurde mehr als 40 000 Mal heruntergeladen. Während der Spiele gehörte sie zu den drei am meisten heruntergeladenen Sportapps in der Schweiz.

Die vom IOK (IOC Newsroom) produzierten Nachrichteninhalte wurden von 744 Sendern weltweit übernommen. Es wurden mehr als 50 Stunden Berichterstattung produziert, die das Talent der jungen Sportler hervorhebe

Diese allgemeine Begeisterung wurde durch die aussergewöhnlichen Leistungen der jungen Sportler potenziert. Sie zeigten ein hohes Niveau, zu dem das innovative Zwei-Wellen-System unbestreitbar beigetragen hat, das die Teilnahme einer grösseren Anzahl von Sportlern an den Spielen ermöglicht.

Virginie Faivre, Präsidentin Lausanne 2020: «Die Spiele sind fast zu Ende und überall geht die Anspannung zurück und weicht einem Gefühl von Stolz und Zufriedenheit über die vollbrachte Leistung. Von den spektakulären Leistungen der Sportler über die Begeisterung der Zuschauer bis hin zur aussergewöhnlichen Atmosphäre bei den Festivals «en Jeux!» war überall Feststimmung! Mit grossem Stolz bereiten wir uns darauf vor, dieses wunderbare sportliche und menschliche Kapitel Lausanne 2020 zu schliessen. Ein einzigartiger Moment, der für immer in unseren Erinnerungen und in unseren Herzen bleiben wird.»

Thomas Bach, Präsident des IOC: «Die Olympischen Jugendspiele Lausanne 2020 waren ein voller Erfolg. Wir freuen uns, dass das Organisationskomitee die Reformen des IOC und der Olympischen Agenda 2020 vollständig angenommen und umgesetzt hat. Diese Reformen haben dazu geführt, dass wir bei diesen Spielen neue Sportarten und Disziplinen gesehen haben. Sie haben zu einem ausgewogenen Verhältnis der Geschlechter und zu hochgradig inklusiven Spielen geführt. Ich möchte mich bei den Menschen in Lausanne, im Kanton Waadt und in der ganzen Schweiz dafür bedanken, dass sie die Olympischen Jugend-Winterspiele auf diese Weise ausgerichtet und die Athleten mit Gastfreundschaft und Herzlichkeit empfangen haben. Insbesondere möchte ich allen Freiwilligen danken, die das Gesicht dieser Spiele waren und diese zu einem einzigartigen olympischen Erlebnis für Athleten aus der ganzen Welt gemacht haben.“

Ian Logan, Generaldirektor Lausanne 2020: «Diese Spiele waren alles, wovon wir in den letzten vier Jahren geträumt haben und noch viel mehr. Das Ziel wurde erreicht. Vielen Dank an alle Teams, die ehrenamtlichen Helfer, unsere Partner, die Stadt Lausanne, die Kantone Waadt, Wallis und Graubünden, das französische Jura, die Eidgenossenschaft, Swiss Olympic, das IOK und all jene, die von nah und fern dazu beigetragen haben, dass Lausanne 2020 ein so geselliges und spektakuläres Ereignis wurde. Wir haben bewiesen, dass anders gestaltete, innovative Spiele von, für und mit der Jugend möglich sind. Wir sind zuversichtlich, dass das Vermächtnis dieser Spiele Jahre überdauern und Grenzen überschreiten wird, um einen positiven Beitrag zur Zukunft der olympischen Bewegung zu leisten. Ich weiss, dass Patrick Baumann uns zusieht und ich glaube, er ist stolz auf das, was wir erreicht haben.»