Ein Bildungsprogramm made in Switzerland

Lausanne 2020 arbeitet eng mit der Universität Lausanne (UNIL) und der Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne (EPFL) bei der Entwicklung des Bildungsprogrammes für die Athleten 2020 zusammen. Diese Zusammenarbeit hat eine weitere ermöglicht: zwischen den Schweizer Hochschulen und dem Organisationskommittee der Olympischen Jugendspiele von Buenos Aires 2018. Olivier Mutter erzählt uns mehr über die Synergien und das Angebot für die jungen Athleten.

Sie sind Projektleiter an der Universität Lausanne und abgestellt, um das Bildungsprogramm für Lausanne 2020 vorzubereiten. Worin besteht dieses Mandat?

Olivier Mutter: Der Campus der Universität Lausanne, mit der Präsenz von fast 1‘800 Athleten, die im Vortex-Gebäude, dem Wohnhaus des Olympischen Dorfes, wohnen werden, wird im Herzen der YOG Lausanne 2020 sein. Die Leitung der UNIL hatte zwei Optionen: dieses Event über sich ergehen lassen oder die Chancen, die es darstellt, wahrnehmen. Sie hat die zweite Option gewählt. Meine Aufgabe ist es für die YOG Lausanne 2020, die Konzeption und die Umsetzung der Bildungsaktivitäten für die Athleten zu koordinieren, aber auch die Verbindung zwischen den Hochschulen, insbesondere der UNIL und der EPFL, mit dem Organisationskommittee von Lausanne 2020 herzustellen.

Die Vorbereitung dieses Bildungspaketes für Lausanne 2020 hat Ihnen die Türen von Buenos Aires 2018 geöffnet, da das IOK die UNIL und EPFL beauftragt hat, es bei den YOG in Buenos Aires umzusetzen. Was wurde den Athleten konkret angeboten?

OM: In der Tat! Die Elemente, die wir seit 2016 mit dem Organisationskommittee der YOG für die Vorbereitung der YOG Lausanne 2020 erarbeitet haben, haben ein sehr positives Echo seitens des IOK erhalten, das sie bei den YOG von Buenos Aires 2018 umgesetzt haben wollte. Konkret bedeutete dies, dass 30 Experten und Studierende der UNIL und EPFL, in Zusammenarbeit mit dem Institut National Français du Sport, de l’Expertise et de la Performance (INSEP), Tests mit den Athleten durchgeführt haben, um ihre Muskel- und Skelettstärken und -schwächen sowie ihre Körperhaltung zu analysieren, um ihnen dann Trainingsempfehlungen zu geben und mögliche Verletzungen vorzubeugen.

Welchen Erfolg hatten die Bildungsaktivitäten von BA2018?

OM: Der Erfolg war enorm. Die angebotene Aktivität hat grosses Interesse und Enthusiasmus seitens der Athleten und deren Trainern hervorgerufen, da sie im direkten Zusammenhang mit ihrer sportlichen Praxis steht. Die offizielle Internetseite des IOK hielt sie sogar für die Hauptattraktion des Olympischen Dorfes!

Welche Lehren ziehen Sie aus BA2018 und was werden die Neuheiten bei L2020 sein?

OM: Es war eine sehr reiche Erfahrung in Bezug auf das Mannschaftsleben, das Logistikmanagement und das Verhältnis mit den Athleten, die es uns ermöglicht das Angebot, das ihnen 2020 angeboten werden wird, zu optimieren. Soweit möglich, möchten wir die Attraktivität des Angebotes unter Einbezug weiterer Technologien noch erhöhen, um es den Athleten zu ermöglichen, während der Tests und beim Durchführen der empfohlenen Übungen gleichzeitig eine abwechslungsreiche Erfahrung zu erleben.