"Die Spiele so sehr wie möglich geniessen"

Der letzte Besuch des IOK-Koordinationskomitees in Lausanne war im Dezember 2017. Wie hat sich Lausanne 2020 seitdem Ihrer Ansicht nach entwickelt? Was waren die grössten Fortschritte im vergangenen Jahr?

Danka Bartekova (DB), Präsidentin des IOK-Koordinationskomitees für Lausanne 2020 : Wir befinden uns jetzt in der Phase, in der die Spiele Gestalt annehmen. Alles wird greifbar und wir haben nun alle eine genaue Vorstellung davon, wie die Spiele aussehen werden. Die Bauarbeiten neigen sich dem Ende zu und die Überholungsarbeiten an einigen Austragungsorte wurden abgeschlossen. Ich freue mich über die Leidenschaft des wachsenden Lausanne 2020-Teams und überhaupt über die sich ausbreitende Leidenschaft und Enthusiasmus. Besonders beeindruckt bin ich von der Präsenz von Lausanne 2020 an vielen Wettkämpfen, lokalen Veranstaltungen und in Schulen, um auf sich aufmerksam zu machen und die Vorfreude weiterzugeben. Genau darum sollte es bei den Spielen gehen: junge Menschen faszinieren. 

Es bleibt noch ein Jahr bis zu den Spielen. Was sind die Hauptelemente, an denen das YOG-Organisationskomitee noch arbeiten muss?

DB : Natürlich gibt es noch sehr viel zu tun im kommenden Jahr. Aber ist sehr motivierend zu sehen, was bereits erreicht wurde. Die kommenden Monate wird das Augenmerk auf die Planung der eigentlichen Abwicklung der Spiele liegen, die sowohl auf dem Spielfeld als auch ausserhalb aussergewöhnlich sein werden. Lausanne 2020 hat die Chance, bestehende Weltklasse-Einrichtungen mit sehr erfahrenden Managementteams zur Verfügung zu haben. Der Fokus sollte nun darauf liegen, diese unter dem Dach eines Multisportevents der fünf olympischen Ringe zu vereinen. Ein weiterer Fokus sollte auf einer guten Kommunikation liegen, sowohl mit den Beteiligten als auch mit dem Publikum, um zu informieren, zu werben, landesweit auf sich aufmerksam zu machen und die Sportfans zu mobilisieren. Und natürlich ist es ausserordentlich wichtig eine sehr konkrete Vorstellung und einen detaillierten Plan darüber zu haben, wie die Spiele ablaufen sollen.

Worauf freuen Sie sich bei den YOG Lausanne 2020? Worauf sind Sie am meisten gespannt?

DB : Die YOG 2020 werden fantastisch sein! Ich kann es kaum abwarten, die Stimmung im Olympischen Dorf zu geniessen, wo alle Athleten gemeinsam wohnen werden, technisch gesehen sogar unter einem einzigen Dach, dem des Vortex-Gebäudes, das nach den Spielen als Studentenunterkunft dienen wird. Die Austragungsorte werden unglaublich sein und ich denke, dass uns die Atmosphäre dort die Begeisterung der Schweizer für den Wintersport erneut vor Augen führen wird. Und ich freue mich auf all die konkreten Ergebnisse der Studentenprojekte – Studenten der Universität und Hochschulen von Lausanne haben von Anfang an gemeinsam mit dem Organisationskomitee an diesem Projekt gearbeitet. Das wird ein grossartiges Vermächtnis für die Region sein. Und schliesslich denke ich, dass die Athleten, deren Wettkämpfe in St. Moritz stattfinden werden, eine einzigartige und unvergessliche olympische Erfahrung erleben werden und ich kann es kaum abwarten, sie zu besuchen.

Geben Sie den jungen Athleten, die an den Spielen teilnehmen werden, besondere Wünsche mit auf den Weg? 

DB : Die Olympischen Jugend-Winterspiele sind wirklich etwas ganz Besonderes. Natürlich wird es ein grossartiger Wettkampf mit jungen Eliteathleten. Aber die YOG haben eine wirklich besondere Atmosphäre. Die Teilnehmer können an Bildungsaktivitäten teilnehmen, andere Athleten aus anderen Sportarten kennenlernen, die Begeisterung mit dem lokalen Publikum teilen und mehr über die Olympische Bewegung und die Olympischen Werte lernen. Mein einziger Rat an die Athleten ist es, ihr Bestes auf dem Spielfeld zu geben, um eine ganze Generation junger Fans zu inspirieren, und gleichzeitig die Spiele so sehr wie möglich zu geniessen, Spass haben, so viel zu lernen, wie möglich und die Begeisterung mit Freunden, Familien und der Gemeinschaft zu teilen. Dann wissen wir, dass die Olympischen Jugendspiele ihr Ziel erreicht haben.

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Foto: ©Keystone/Jean-Christophe Bott