Siri Wigger gewinnt Gold im Langlauf-Cross für die Schweiz

Siri Wigger heisst die strahlende Siegerin des Cross-Events im Skilanglauf der Damen. Die Eidgenössin gewann am Samstag alle drei Rennen des Tages.

Die 16-Jährige überquerte sowohl in der Qualifikation als auch im Semifinale als Erste die Ziellinie, bevor sie sich im Finallauf zur Goldmedaillengewinnerin der Olympischen Jugend-Winterspiele Lausanne 2020 krönte. Das frenetische Publikum im Vallée de Joux war aus dem Häuschen.

Im Finale setzte sich Siri Wigger vor den beiden Schwedinnen Maerta Rosenberg und Tove Ericsson durch, die Silber und Bronze gewannen.

Kurz vor dem Ziel hatte es noch den Anschein, die beiden Skandinavierinnen würden den Sieg unter sich ausmachen. Doch dann forcierte die Schweizerin noch einmal das Tempo und holte sich mit einem unwiderstehlichen Zielsprint den Sieg. Kurz vor der Linie riss sie beide Arme jubelnd nach oben.

«Vor der Zielgeraden wollte ich in einer guten Position sein, aber nicht unbedingt auf Eins oder Zwei», so Wigger. «Die letzten Körner wollte ich mir für das Finale aufsparen. Ich war erschöpft, aber noch okay.»

Ihre Leistungsexplosion auf den letzten Metern sorgte auch bei den Konkurrentinnen für Anerkennung: «Siri war schnell wie der Wind», so Silbermedaillengewinnerin Rosenberg.

Die Drittplatzierte Ericsson beschrieb den Wettbewerb so: «Die grösste Herausforderung ist es, zwischen den Rennen nicht müde zu werden. Während man auf den nächsten Lauf wartet, spürt man manchmal etwas Nervosität. Man muss dann aufpassen, den Fokus vor dem Finale nicht zu verlieren.”

Nikolai Holmboe (NOR) crossing the finish line to win the cross-country skiing men’s cross final | Joel Marklund for OISphotos.com

Für Schweden konnte Tag 1 der Langlauf-Wettbewerbe kaum besser starten: Nur wenige Minuten nach Platz 2 und 3 bei den Damen setzte sich der Medaillenregen im Cross-Rennen der Herren fort. Der 17-jährige Edvin Anger gewann dabei Silber, Albin Aastroem sicherte sich Bronze. Gold ging hier an den Norweger Nikolai Holmboe.

«Ich habe den Start im Finale etwas verpatzt, wollte mich dann aber wieder in eine gute Position bringen», so Holmboe. «In der letzten Runde war ich gut dabei und bin am letzten Berg volles Risiko gegangen.”

Edvin Anger: «Mein erstes Rennen war richtig hart. Im Halbfinale lief es besser und mein Körper fühlte sich gut an. Im Finale haut man einfach alles raus, aber es war richtig hart.»

Sein drittplatzierter Landsmann Aastroem war mit dem Ausgang des Rennens sehr zufrieden: «Es ist unglaublich! Beim Überqueren der Ziellinie wusste ich nicht, was da gerade passiert. Ich bin einfach nur überglücklich!”

Vom Olympic Information Service

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