Alena Mokhova ist die Biathlon-Königin von Lausanne 2020

Der Ruhetag war für Alena Mokhova (Russland) im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert: Mit ihrem Sieg im 6-km-Sprintrennen krönte sich die junge Russin zur Biathlon-Königin der Olympischen Jugend-Winterspiele Lausanne 2020.


Mokhova erreichte das Ziel nach 18:55,5 Minuten und sicherte sich damit Gold vor ihrer Landsfrau Anastasiia Zenova (Silber) und der Österreicherin Anna Andexer (Bronze).

Bereits beim Einzelrennen über 10 Kilometer am vergangenen Samstag stand Alena Mokhova im Skistadion von Les Tuffes ganz oben auf dem Siegertreppchen.

Doch die Euphorie ihres Erfolges brachte der russischen Single-Mixed-Staffel am darauffolgenden Tag keine Medaille ein. Mokhova kam nach ihrem Triumph erst spät ins Bett. Obwohl sie zusammen mit ihrem Teampartner Oleg Domichek, dem Sieger im 12,5-km-Einzel der Herren, zu den Favoriten zählte, sprang für die beiden am Ende lediglich Platz sieben heraus.

Anastasiia Zenova (left), Alena Mokhova and Anna Andexer (right) | Chloe Knot for OISphotos.com

Am Ruhetag vor dem Sprintrennen am Dienstag konnte sich Mokhova dann neu sammeln.

«Unser Abschneiden in der Single-Mixed-Staffel war enttäuschend. Gestern habe ich mich gefragt, ob es im Sprint genauso laufen wird», so Mokhova. «Doch als ich heute Morgen aufgewacht bin, fühlte ich mich besser und war viel entspannter.»

Nichtsdestotrotz war das Sprintrennen alles andere als einfach für die junge Russin. Sie brachte ihren Körper an seine Grenzen – und ging noch darüber hinaus … Nach der Zieldurchfahrt sank sie zu Boden und konnte sich anschliessend nur mit Unterstützung von Helfern auf den Beinen halten.

«Alles lief gut, doch in der letzten Runde habe ich mich ziemlich schlecht gefühlt. Kurz vor dem Ziel dachte ich, ich werde ohnmächtig. Nach Überquerung der Ziellinie war mir richtig übel und ich hatte starke Kopfschmerzen.»

Grund zur Freude hatte auch Mokhovas Teamkollegin Anastasiia Zenova. Nachdem sie das Einzelrennen nur auf Rang 38 beendete, feierte sie im Sprint die Silbermedaille.

«Ich bin das Rennen schneller angegangen als geplant. Mein Trainer hat mir nach dem ersten Schiessen gesagt, dass ich etwas rausnehmen soll. Ich war sehr schnell. Ich habe seinen Rat auch befolgt. Letztlich war es die richtige Entscheidung, denn sonst hätte ich wahrscheinlich keine Medaille gewonnen. Auf den letzten 300 Metern war ich dann richtig platt.»

Anastasiia Zenova one her way to silver | Ben Queenborough for OISphotos.com

Analog zu den beiden Russinnen blieb auch Anna Andexer (Österreich) im ersten Schiessen im Liegendanschlag ohne Fehler. Beim Stehendschiessen zielte sie dann einmal daneben. Auch sie musste auf der dritten und letzten Runde über ihre Grenzen hinausgehen.

«Die dritte Runde war extrem hart. Im Schiessen lief es bei mir heute besser als am Samstag [das Einzelrennen beendete sie auf Rang 19, Anm. d. Red.]. Ich kann kaum glauben, dass ich heute auf dem Podium gelandet bin, ein perfekter Tag für mich», so die österreichische Skijägerin.

Die Biathlon-Wettbewerbe enden am Mittwoch mit der Mixed-Staffel.

Vom Olympic Information Service

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