Noa Szollos: eine Premiere für Israel

Mit sechzehneinhalb Jahren ist Noa Szollos in Israels Sportgeschichte eingetreten – mit ihrem Medaillengewinn in Super-G holte sie das erste Winter-Edelmetall bei Olympischen Jugend-Winterspielen für ihr Land. Beim Super G auf der Diablerets-Strecke wurde sie am nächsten Tag erneut Dritte und gewann am Ende der Slalomrunde die Silbermedaille in der alpinen Kombination. Eine großartige Gelegenheit, diesen vielversprechenden Champion kennenzulernen.

Es ist erst zwei Jahre her, dass Noa Szollos für die Farben Israels an den Start geht – ein Land, in dem sie erst zweimal war. Dies hindert die gebürtige Ungarin nicht daran, besonders stolz darauf zu sein, die erste Medaille ihres Wahllandes bei den Winterspielen gewonnen zu haben. "Ich bin sehr stolz darauf, die erste israelische Athletin zu sein, die bei den Winterspielen auf dem Podium stand", sagte sie. "Es ist ein so starkes Gefühl, das Land auf diese Weise repräsentieren zu können. "

Noa wurde in Budapest als Kind einer jüdischen Familie geboren und trat in die Fußstapfen ihres Vaters Peter, der auch für Ungarns an den Start ging, bevor er die israelische Staatsbürgerschaft erhielt und Trainer wurde. "Anfangs dachte ich, es wäre schwierig, mich als Israeli zu fühlen", sagt Noa. “Aber als ich nach Israel ging, fühlte ich mich wirklich zu Hause. "

Im Winter in Österreich ansässig

Noa hat vor, diesen Sommer mehrere Wochen in Israel zu verbringen, um im Olympischen Zentrum zu trainieren, doch verbringt sie den größten Teil des Winters in Österreich. "Ich trainiere und studiere im niederösterreichischen Waidhofen. Mit dieser Struktur kann ich Skifahren und Lernen kombinieren “, erklärt sie. Sie trainiert auch mit ihren beiden älteren Brüdern Benjamin und Barnabas. Letzterer hatte an den Olympischen Jugend-Winterspielen in Lillehammer teilgenommen hatten, wo er im Slalom den 7. Platz belegte.

Eine große Überraschung

In Diablerets konnte Noa gute Speedqualitäten im Super G zeigen und überraschte sich im Slalom. "Es war eine echte Überraschung, auch in Kombination auf dem Podium zu stehen, weil ich im Slalom entweder Erfolg habe oder viele Fehler mache." Mit diesen beiden Medaillen freute sich Noa, den Weg zum alpinen Skifahren in einem Land geebnet zu haben, in dem sich die sportliche Tradition mehr dem Basketball oder dem Fußball zuwendet. Aber Peter, der begeisterte Vater, hatte einen anderen Traum: "Ich wünschte, meine drei Kinder könnten zusammen an den Olympischen Spielen teilnehmen." Wer weiß - vielleicht können im gelobten Land Träume wahr werden…