Die Olympischen Jugenddörfer


Nach seiner Ankunft am Austragungsort wird der/die Sportler/in im Olympischen Dorf untergebracht. Während der Spiele verbringt er/sie nicht ausschliesslich Zeit mit Wettkämpfen. Es ist auch die Gelegenheit, andere Athletinnen und Athleten, die aus verschiedenen Ländern und Kulturen kommen, zu treffen. Das Gemeinschaftsleben hilft bei der Kontaktaufnahme zwischen Sporttreibenden, die unterschiedliche Sportarten betreiben oder aus weit voneinander entfernter Ländern kommen. Alle Bewohnerinnen und Bewohner des Dorfes stimmen darin überein, dass das Wichtigste die entstandenen Verbindungen mit Sporttreibenden aus der ganzen Welt ist. Lausanne 2020 wird zwei Olympische Jugenddörfer haben: eines in Lausanne und ein anderes in St. Moritz.

Olympische Jugenddorf in Lausanne

Die jungen Athletinnen und Athleten von über 70 nationalen Olympischen Komitees, die im Januar 2020 für die 3. Winter-YOG in die Schweiz kommen werden, werden zum grössten Teil im Vortex-Gebäude, einem architektonischen Schmuckstück auf dem Campus der Universität Lausanne (UNIL), untergebracht werden. Danach, ab dem Sommer 2020, wird dieses von Personal und akademischen Gästen übernommen werden und das zeitweilige Olympische Dorf zu einer aussergewöhnlichen und nachhaltigen Adresse auf dem Universitätsgelände machen.

27 m hoch ähnelt das Vortex-Gebäude einem Ring, in dem sich 712 Unterkünfte (vom Studio über das Studentenzimmer bis zur Wohnung) entlang einer 2,8 km langen, spiralförmigen Rampe mit sanfter Steigung aneinanderreihen.

Mit dem Bau des Gebäudes wurde im Mai 2017 begonnen. Die Bauarbeiten werden im Oktober dieses Jahrs abgeschlossen werden. Am Seeufer im Lausanner Westen gelegen, beherbergt der Universitätskampus ebenfalls die Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL), das Schweizerischen Instituts für Rechtsvergleichung und die Internationale Akademie für Sportwissenschaft und -technologie (AISTS). Über 30.000 Personen studieren und arbeiten jeden Tag auf diesem Campus.

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Olympische Jugenddorf in St. Moritz

Ungefähr 240 Athletinnen und Athleten von Lausanne 2020 werden zur Wiege des Wintersportes nach St. Moritz im Kanton Graubünden fahren. In dem Wintersportort, der bereits zweimal die Olympischen Spiele ausgetragen hat (1928 und 1948), können sie in den Disziplinen Bob, Rodeln, Skeleton und Eisschnelllauf auf Langstrecke erste olympische Erfahrungen sammeln.

Die 240 Sportlerinnen und Sportler aus der ganzen Welt werden nur wenige Gehminuten von der legendären Bob-, Skeleton- und Rodelpiste, der “Olympia Bob Run St. Moritz-Celerina”, und dem zugefrorenem See, auf dem die Eisschnelllaufwettkämpfe ausgetragen werden, entfernt unterbracht werden. Ein wunderbarer Rückblick auf die Spiele 1948 in St. Moritz, da die Wettkämpfe an genau demselben Ort stattfinden werden.